Mittwoch, 3. August 2016

Wir leben auf einem blauen Planet, der sich um einen Feuerball dreht...

...mit nem Mond, der die Meere bewegt und du glaubst nicht an Wunder? Ein Schmetterling schlägt seine Flügel, die ganze Erdkugel bebt, wir haben überlebt - und du glaubst nicht an Wunder?

(Marteria - "Welt der Wunder")

Ihr lieben!
606 Tage bin ich heute clean. 606 Tage ohne mich zu Ritzen. An manchen Tagen vergesse ich wie es war, als ich ohne dem nicht zurechtkam. Doch an anderen Tagen ist es schwer, es nicht zu tun. Sie sind da, die Gedanken daran, die roten Linien wieder aufleuchten zu lassen, doch ich tue es nicht. Ich tue es nicht, weil ich nicht will. Ich will die traurigen Augen meiner Freundin hinterher nicht sehen oder ihre Enttäuschung spüren. Lieber setze ich mich zu meinem Kater und kraule ihn so lange bis er schnurrt. Das beruhigt mich. Wenn mir jemand vor zwei Jahren erzählt hätte, dass mein Leben jetzt so aussehen wird - ich hätte es nicht geglaubt, dass ich mir irgendwann keine Gedanken mehr um mein Gewicht machen würde oder eine eigene Wohnung haben würde. Es geschehen doch noch Wunder. Ich freue mich auf die nächsten Jahre mit meiner Freundin, doch ich habe Angst, was passiert, wenn sie mich verlässt. Wenn die Liebe zwischen uns nachlässt. Wenn sie merkt, dass sie mich nicht mehr will. Dann würde alles zurückkommen - die Angst, die Schmerzen, die Wut. Ich würde zurückfallen auf Punkt null. Wahrscheinlich müsste ich auch wieder in eine Klinik. Ich würde es nicht aushalten, sie zu verlieren.
Doch daran will ich nicht denken. Ich will nicht daran denken, was wäre wenn. Das raubt mir den Schlaf und die Energie.

Heute hat offiziell meine Ausbildung zur Floristin angefangen, und obwohl es keiner meiner Traumjobs ist, bin ich auf die nächsten Jahre gespannt. Erwartungsvoll, was die Ausbildung mit sich bringt. 

xoxo Nessie



Dienstag, 2. August 2016

Der Mensch ist elektrisch...

... Seit du weg bist, bin ich ohne Strom.
Prinz Pi - "Laura"

Ihr lieben!

Ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Eine, die ich bis jetzt eigentlich niemandem erzählt habe, bis auf meiner Psychologin und meinem plüschtier. Die Geschichte des Tages, an dem für mich die Welt stehenblieb.

Es war der 02.august 2011. ein Sommertag in den Ferien zur zehnten Klasse. Anne und ich hatten uns seit Ende Januar nicht mehr gesprochen oder miteinander geschrieben, und ich hatte schon fast vergessen, dass wir jemals beste Freunde waren. M. Und ich schrieben den ganzen Tag miteinander, aber auch er hatte nichts mehr von ihr gehört. Ich tat an diesem Tag das, was ich immer tat. Ich ging zu Freunden, hörte Musik und rauchte viel zu viel. In wenigen Tagen sollte die Schule wieder beginnen, also beschriftete ich nachmittags einige Hefter. Mein Handy hatte ich fast den ganzen Tag nicht angerührt. Als ich abends draufsah, hatte ich bereits zwei verpasste Anrufe. Von ihr. Ich wollte gerade zurückrufen, als meine Eltern mich zum Abendessen riefen.
"Dann eben später. Sie hat sechs Monate nichts gesagt, da kann sie eine Stunde warten", dachte ich mir.
Ich ging also runter und quälte mir das Essen rein, denn irgendwie sorgte ich mich doch. Sie hatte doch keinen Kontakt mehr gewollt? Warum also jetzt?
Leider bin ich ein vergesslicher Mensch. Sobald ich zurück in meinem Zimmer war, hatte ich verpeilt, was ich tun wollte. Also stieg ich unter die Dusche und sang vor mich hin. Ich ließ mich vor meinem Laptop nieder und spielte bis spät in die Nacht Sims. Irgendwann schlief ich und wachte mit einem sehr ungutem Gefühl auf. Auf meinem Handy Display standen dreizehn verpasste Anrufe. Ausschließlich von ihr. Mein Herz begann zu rasen. Ich tippte schnell, doch das Akku war leer. Ich erreichte lediglich die Mailbox. Wie verrückt versuchte ich sie zu erreichen. Doch nichts geschah. Später am Tag, es war der 03.august, erhielt ich eine Mail ihres Verlobten, in der er mir erklärte, was geschehen war. In der letzten Nacht beging meine beste Freundin selbstmord, obwohl sie in einer psychiatrischen Klinik war. Sie hatte einen der plastiklöffel gestohlen und in der Mitte zerbrochen, sich ihn dann in den Arm gerammt hatte. Sie war alleine verblutet. Ich las und las und zerbrach. Meine Lungen füllten sich nicht mehr mit Luft. Ich schrieb ihm eine sms, wann sie gestorben sei. Er antwortete: 
"gegen 3 Uhr nachts."
Ich schaute erneut auf meine anruferliste und erschrak. Der letzte Anruf war um 2:30 Uhr gewesen. Wir  telefonierten kurz, dann rief ich M.an und erklärte es ihm unter Tränen.
Ich weiß bis heute nicht mehr, wie die Wochen danach waren. Sie sind gelöscht als wären sie nicht existent. Ich erinnere mich lediglich an die Zeit in Frankreich und weiß nur, dass ich nicht auf ihrer Beerdigung gewesen bin.

Ich musste das mal loswerden.
XOXO eine tieftraurige Nessie 

Sonntag, 31. Juli 2016

Ich trink auf dich mein Freund!

... auf jeden Tag aus uns'rer Zeit, auf das, was geht und das, was bleibt. Ich trink auf dich mein Freund. Ich heb auf dich mein Glas! Auf das, was kommt und das, was war!
(Mark Forster "Ich trink auf dich")

Ihr Lieben!

WOW. Einfach nur wow, was da in den letzten Wochen alles passiert ist. Erst einmal - bin wieder in Rostock gelandet. Unsere Wohnung sieht echt hammermäßigoberaffengeil aus und wir halten - relativ - Ordnung. Die neue Arbeit ist eigentlich ganz cool, außer das frühe Aufstehen und, dass ich jeden Samstag arbeiten muss, aber nichts ist perfekt, oder? Morgen beginnt die wohl härteste Woche für mich. Die erste Augustwoche war noch nie mein Ding. Morgen wären meine Eltern 20 Jahre verheiratet, wenn mein Vater nicht so ein ... NARZIST wäre und meine Mutter nicht betrogen hätte. Mittwoch ... oh, Gott, ich habe solche Angst vor Mittwoch. Ihr Todestag. Und Lee ist in Italien... Ich will das nicht noch einmal erleben. Ich will hier nicht nachmittags alleine sitzen und versuchen, den Tag zu überstehen. Letztes Jahr ging es gut, weil ich viel zu tun hatte, aber dieses Jahr ... Und wenn ich jemandem alles erzähle, was mich jedes Jahr wie ein Stein erschlägt an diesem Tag, bin ich dann nicht das, was ich nie sein wollte? Ein Aufmerksamkeit suchendes, jammerndes Etwas, das mit der Realität nicht zurechtkommt? Fünf Jahre ist es jetzt her und ich weiß nicht, ob ich JEMALS damit klarkommen werde, dass sie gegangen ist. Klar kann ich es verstehen. Ich weiß nur nicht, warum genau zu diesem Zeitpunkt? Und die Frage, die mich seither quält ... WARUM BIN ICH VERDAMMT NOCHMAL NICHT ANS TELEFON GEGANGEN?!
Ich versuche, mir diese und weitere Fragen nicht mehr zu stellen, aber es ist schwer. Und es ist schwer mit dem größten Verlust, ohne jegliche "Hilfsmittel" auszuhalten. Jahrelange ignorierte ich diesen betäubenden Schmerz oder füllte die aufkommende Leere mit körperlichen Schmerzen und leerem Magen. Ich weiß, dass ich das nicht mehr tun darf. Schneiden ist nicht. So wie alles andere, dass mich verletzt. Ich entscheide mich bewusst dagegen. (Gibt es eigentliche eine Marke fürs Clean vom SvV sein, so wie diese 100 Tage-Münzen für trockene Alkoholiker? Wäre doch mal geil)

Ich hoffe nur, dass ich das alles irgendwie packe, Und ich hoffe ganz fest, dass es euch da draußen gut geht, denn ich verzweifle an dieser Welt komplett. Menschen, die Menschen töten, weil sie Menschen sind und lieben. Ich versteh es nicht mehr ... Deshalb versuche ich jetzt, die Woche positiv anzugehen und ... naja, am Leben zu bleiben.

xoxo Nessie

Montag, 13. Juni 2016

Heut' noch denk ich dran, als ob's gestern war. Bist schon immer weg, wenn's auf Partys am Besten war...

... red mir einfach ein, dass es deine letzte war. Hoff' du bist angekommen!

(Ein Brief zum 23. Geburtstag)

Liebe Anne,

erst einmal wünsche ich dir alles herzlich Gute und Liebe zum Geburtstag. 23... was für eine große Zahl. Zu schade, dass du es nicht lebend erlebst. In den letzten Monaten und Jahren, die ich nicht mit dir teilen durfte, ist so viel passiert. Ich mein, denk doch nur mal an dein kleines Mädchen. Wie alt ist sie jetzt? Sieben? Sie hat ihre Einschulung alleine verbracht, nur mit ihrem Adoptivvater, der dich mehr als alles andere geliebt hat. Ich habe keinen Kontakt mehr zu deinen Leuten, nur noch zu M., falls du dich an ihn erinnern solltest, deshalb weiß ich nicht, wie ihr Leben seit deinem Fortgehen aussieht. Ich weiß nur, wie es bei uns ist. Aber ich will ja nicht jammern. Es ist nicht alles Schlecht und zu deinem Ehrentag will ich dir nur positive Sachen entgegenbringen, das war dir früher ja schon wichtig. Also, erst einmal habe ich wahrscheinlich die Liebe meines Lebens gefunden - ein Mädchen. Ich weiß, dass das für dich kein Problem ist (trotz deiner extrem katholischen Eltern). Ich weiß, dass du jeden Menschen liebst, egal welches Geschlecht, Alter oder Hautfarbe. Du bist der Inbegriff von Nächstenliebe.♥
Desweiteren, meine liebe Freundin, bin ich seit fast anderthalb Jahren ohne Ritzen und seit knapp zweieinhalb Jahren kotzfrei. Das ist anstrengend und schwer (und ich will gar nicht wissen, was passieren wird, sollten Sarah und ich uns jemals trennen), aber es lohnt sich, die Kontrolle zu behalten.
M. studiert jetzt in Hannover Maschinenbau. Er hat es tatsächlich an die Uni geschafft. Er war sogar in Japan für ein paar Wochen. Wir haben es sogar geschafft, uns mal persönlich zu treffen. Er ist wirklich nett und du würdest seine Gedichte lieben. Ich weiß ja, wie sehr du die Poesie liebst.

Sarah und ich ziehen wieder nach Rostock und wir kriegen alles geregelt, wie wir es wollen. Eine Hängematte auf dem Balkon, eine Tiefkühltruhe und viel Platz für unsere drei Fellknäule. Es wird alles so wundervoll und ich wünschte, du könntest es miterleben. Aber ich weiß, dass du uns zusiehst, dass du lächelst und auf uns Acht gibst. 

Einen wundervollen 23. Geburtstag wünsche ich dir, liebste Freundin.
xoxo Nessie

Samstag, 28. Mai 2016

Ich weiß nicht, was ihr habt. Ich seh nur gute Menschen...

... die nichts Böses wollen, nein. Die nur an unsere Zukunft denken und wahrscheinlich werden sie es nie verstehen, warum ich kotzen muss, wenn ich sie seh'!
- "Gute Menschen", OK KID

Ihr Lieben!

Der Sommer nähert sich. Langsam. Ich kann ihn bereits riechen, zumindest an manchen Tagen. Unsere Wohnung wird immer leerer, die Kartons voller. Ich freue mich schon auf den Umzug, aber etwas... irgendetwas ist falsch. Ich weiß nicht, was es ist. Okay, es gibt vieles, das mich im Allgemeinen aufregt (unter Anderem die Unfähigkeit unserer Politik, die EHE FÜR ALLE freizugeben (Leute, kommt schon. Selbst NAURU (wo ist das?) hat die Ehe geöffnet)), aber das tut nichts zur Sache, sondern sind dann Dinge, die ich nicht jetzt gleich ändern kann. Oder auch gar nicht. Normalerweise hellt sich meine Stimmung auf, wenn das Thermometer die 20°C-Marke knackt, aber dieses Jahr ist es anders. Ich würde am liebsten den ganzen Tag im Bett verbringen und Fernsehen oder Playstation spielen. Und wenn ich meine Arbeit nicht hätte (und meine Freundin, die mich aus dem Bett jagt wenn sie aufsteht), würde ich das wahrscheinlich auch. Es läuft alles BESTENS und trotzdem spüre ich die Depression sich anschleichen. Leise höre ich wieder das Flüstern und spüre die Last auf meinen Schultern erneut. Ich fühle, wie meine Beine schwer sind und merke, wie ich langsam aber sicher mit den Gedanken wegdrifte. Ich weiß ja nicht einmal, wohin ich mich hinträume. Ich bin ... nicht mehr da. Ja, das beschreibt es am besten. Wisst ihr was ich meine? Ihr sitzt auf einer Bank, neben dem Menschen, den ihr liebt, schaut in die Ferne und ... es vergehen zwanzig Minuten, bis dieser Mensch euch fragt:
"Sag mal, wovon träumst du denn die ganze Zeit?"
Und ihr seid der festen Überzeugung, dass, erstens, nur wenige Sekunden vergangen sind, und zweitens, ihr nicht geträumt habt. Ich glaube, das nennt man "Dissoziation" oder so (ist ein Anzeichen von Borderline, wenn es häufig auftritt) und bei mir wird es wieder häufiger.

Letzte Nacht bin ich um 3:45 Uhr aufgewacht, auf Toilette gegangen und ... nichts. Ich war nicht müde und nicht wach. Habe mich wieder hingelegt, an meine Freundin gekuschelt und mich weggeträumt. Ich glaube, ich habe nicht mal wirklich geschlafen. Um dreiviertel sechs hatte ich dann so einen HORRORTRAUM, dass ich im Halbschlaf um mich schlug und meiner Freundin den Ellenbogen ins Gesicht rammte. So geht es die letzten Nächte öfter und MEINE FRESSE, DAS NERVT!
Das einzig Gute in meinem Alltag momentan sind meine Freundin (die mich weiterhin liebt) und meine Katzen und die Aussicht auf Verbesserung meines Zustandes, wenn wir erstmal in Rostock sind. Ich hege ja die leise Hoffnung, dass meine wiederkehrenden Symptome einfach nur Folgen des Umzugsstresses sind, doch eine andere, weitaus lautere Stimme, meint das Gegenteil. Dass ich wiedermal nur wegrenne, statt mich meiner Probleme zu stellen. Nur, dass wirkliche Probleme nicht da sind. Nicht an der Oberfläche, jedenfalls.

Seht ihr durch das Gewirre durch? Ich langsam nicht mehr.
Schönes Wochenende euch noch!
XOXO Nessie


Dienstag, 26. April 2016

There's such a difference between us and a million miles...

Ihr lieben!

Auch wenn alles in den letzten Tagen glatt läuft, komm ich nicht umhin, an sie zu denken. Irgendwie bestimmt sie in letzter Zeit keine Gedanken und meinen Alltag. Egal, was ich tue, immer muss ich schmunzeln und denke "das hätte Anne gefallen. Das hätte sie zum Lächeln gebracht." Ich würde fast alles dafür geben, noch einmal mit ihr reden zu dürfen, ihr in die grauen Augen schauen zu können. Doch dieses Recht bleibt mir verwehrt.
 Vielleicht ist das der Grund, weswegen ich in dem Spiel "Life is Strange" so versessen darauf bin, das eine Mädchen vor dem selbstmord zu bewahren. Ich will nicht schon wieder an einem schuld sein, egal, ob fiktiv oder real. Mein Kopf kriegt das nicht auseinander gehalten. Verrückt, nicht wahr? (Btw ist das Spiel Mega geil!)
Sollte es ein Jenseits geben, was ich doch stark hoffe, so will ich, dass wir dort einander gegenüber sitzen und sie mir die alles entscheidende Frage beantwortet. Die Antwort auf das "warum" frisst mich seit fast fünf Jahren auf....

Vielleicht denke ich deshalb auch dauernd an das Lied von Adele. Wenn ich in den regenverhangenen Himmel schaue ... Wir sind Meilen voneinander getrennt. So eine Verschwendung einer Freundschaft, die wenig halten sollte.

XOXO nessie 

Freitag, 22. April 2016

I wish I could say that I'm trying...

Ihr lieben!

Heute habe ich den Ausbildungsvertrag unterschrieben *juhuuuu* und die ersten Kisten sind gepackt. Ich wünschte, ich könnte euch erzählen, dass es finanziell und emotional jetzt viiiiel besser ist, aber irgendwie... Ich weiß auch nicht. Heute habe ich mich erwischt, wie ich das Outfit angezogen habe, in dem ich am dünnsten aussah. Wird das jemals aufhören? Okay, ich zähle keine Kalorien mehr und ich weiß nicht, wie viel ich wiege, aber das ist ja nicht alles, was eine Essstörung ausmacht, oder? Ich habe immer noch irgendwo Abführmittel , weil ich es nicht übers Herz bringe, sie zu entsorgen. Ebenso wie meine letzte Klinge, obwohl ich beides seit mehr als einem Jahr nicht mehr nutze. Ich weiß nicht, wie ich das abstellen soll. Ich weiß, dass mein "Idealgewicht" bei 52kg liegt, aber mein wohlfühlgewicht liegt weit drunter. So bei 45... (Anmerkung: das ist eine kleine Verbesserung. Vor zwei Jahren lag dieses noch bei 40!). 

Ich wünschte auch, ich könnte euch erzählen, dass ich keinerlei gesundheitliche Probleme mehr habe, aber wie ich schon erwähnte, habe ich durch die Magersucht einen Herzfehler entwickelt. Dazu kommt jetzt noch wahrscheinlich eine seltsame Art von Neurodermitis (wird das so geschrieben?) die ist vielleicht nicht durch die Essstörung entstanden, aber es nervt höllisch! Ich bin 20, und nicht 50, dass ich mir um so etwas Gedanken machen sollte -.-' aber nun gut. Ich tue das, was ich immer mit Problemen mache - ich ignoriere sie.

Was tut ihr, wenn eure Gedanken Karussell fahren?

XOXO nessie 


Samstag, 16. April 2016

Eines Tages fällt dir auf, dass du 99% nicht brauchst...

... du nimmst all den Balast und schmeißt ihn weg, denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck.
- Silbermond "Leichtes Gepäck"

Ihr Lieben!

Drei Monate seit meinem letzten Post. So viel zum Thema "Ich schreibe jetzt öfter" :D Nein, ehrlich jetzt mal. Es hat sich viel verändert in den letzten Wochen. Erstmal bin ich ein Jahr älter geworden. Und ich habe einen Ausbildungsplatz bekommen - bei einem Floristen in Rostock. Ich werde zurückkehren. Zurück an den Ort meiner Kindheit und Schulzeit. Zurück an den Ort, wo ich lieben und hassen gelernt habe. Zurück in die Stadt am Meer. Irgendwie freue ich mich darüber. Hier im Westen fehlen mir das Meer, die Möwen und die Sonne, das Salz in der Luft, meine Freunde, die ich nur einmal im Monat sehe. Wenn überhaupt. Auf der anderen Seite ist mir in Rostock so viel Schreckliches widerfahren. So viel Schmerz steckt in den Straßen. So viel Dunkelheit. Gut, in dem Viertel, wo wir hinziehen werden, war ich nie. Also selten. Naja eben, wenn ich mal im Kino war :D Ich gehe es einfach positiv an, ich glaube, ich drehe sonst durch. Ihr wisst, was ich meine.

In den vergangenen Tagen haben Sarah und ich angefangen, die Sachen auszumisten, und was wir nicht brauchen, flog weg oder wurde verkauft. (btw, braucht jemand von euch ne Geige? :D) Alles unnötige wird entsorgt. Wir wollen in Rostock neu durchstarten. Klar, wir wohnen jetzt schon zusammen, aber so gesehen ist es nur eine WG gewesen, in die ich dazugestoßen kam, Nun ist es unsere erste gemeinsame Wohnung, die wir uns zusammen einrichten und zusammen genießen werden. Ich glaube, das bedeutet, dass wir beide in eine längerfristige Beziehung investieren und das beruhigt einen Teil von mir, der mit den Verlustängsten kämpft. Denn ja, diese Ängste sind auch nach fast einem Jahr nicht fort. Ich habe Angst, all das hier zu verlieren, aber ich glaube, Sarah geht es ähnlich.

xoxo Nessie

Dienstag, 19. Januar 2016

Nie vergessen

Ich wollte nie,
dass uns das passiert,
Auf dem Weg zu unser'm Glück
haben wir uns verirrt.

Ein kleines Wort,
wurde zum großen Streit,
das hab ich wirklich nicht mit
gib mir mehr Freiheit gemeint.

Nichts ist so, wie es gestern war.
Ich wäre froh, wärst du jetzt noch da.
So hart bereu' ich diesen einen Tag.

Werd' dich für immer vermissen.
Ich werd' dich nie vergessen.
Jeden goldenen Tag,
werd' ich für immer vermissen.
Egal was wir getan haben,
was wir gesagt haben,
vergess ich nicht,
Ich vergess dich nicht.

Werd' dich für immer vermissen.
Ich werd' dich nie vergessen.
Jeden goldenen Tag,
werd' ich für immer vermissen.
Egal was wir getan haben,
was wir gesagt haben,
vergess ich nicht,
Ich vergess dich nicht.

Ich bin Schuld,
hab vieles falsch gemacht,
vielleicht haben Träumereien
uns zu Fall gebracht.

Und wenn ich schlaf',
Seh ich dich im Traum,
Will wieder aufwachen
Und dir in die Augen schau'n.

Will nur dich wieder hier bei mir,
nur bei dir kann ich mich verlier'n,
ich frag mich ob's dich noch interessiert.

Werd' dich für immer vermissen.
Ich werd' dich nie vergessen.
Jeden goldenen Tag,
werd' ich für immer vermissen.
Egal was wir getan haben,
was wir gesagt haben,
vergess ich nicht,
Ich vergess dich nicht.

Werd' dich für immer vermissen.
Ich werd' dich nie vergessen.
Jeden goldenen Tag,
werd' ich für immer vermissen.
Egal was wir getan haben,
was wir gesagt haben,
vergess ich nicht,
Ich vergess dich nicht.

Noch nicht vorbei,
vielleicht ist es noch nicht vorbei.
Ich wünschte es wär noch nicht vorbei,
Uns're schöne Zeit.

Werd' dich für immer vermissen.
Ich werd' dich nie vergessen.
Jeden goldenen Tag,
werd' ich für immer vermissen.
Egal was wir getan haben,
was wir gesagt haben,
vergess ich nicht,
Ich vergess dich nicht.

Ja, ich bleib für immer da, wenn das Feuerwerk landet in den Januar

Ihr lieben!

Da wäre es also - das Jahr 2016.
Vor fast genau vier Jahren habe ich diesen Blog angefangen, mit dem Ziel so dünn zu werden, dass ich verschwinde. Manche dieser Posts triefen vor Verzweiflung und Schmerz, ich lese sie, weiß genau wo ich sie schrieb und wie es in mir drin aussah - leer und dunkel. Ich weiß mittlerweile auch, dass die Magersucht (die schubweise sich in meinen Kopf drängt) nicht das einzige war, was mich belastete, aber sie war das Problem, das sich als Lösung verkleidete. Sie war die Ablenkung von den Streitigkeiten meiner Eltern, war die Ablenkung vom Tod meiner besten Freundin, ließ mich das Mobbing meiner Mitschüler ertragen. Ebenso das Selbstverletzen. Und heute? Heute weiche ich meinem Schmerz nicht mehr aus (glaubt mir, das ist hart und echt schwer manchmal). Ich gehe auf Konfrontation mit meinem Vater, zeige jedem, wer ich wirklich bin. Und wenn ich traurig bin, dann schaue ich eine Liebesschnulze und kuschel mich in die Arme meiner Freundin, mit der ich heute 9 Monate zusammen bin. Na klar, ich habe immer noch Probleme am Hacken, die sind größer als meine gesamte Zukunft, aber ich baue sie Stück für Stück ab.
Dieses Jahr werde ich 20 Jahre jung, Ich weiß noch, dass ich mir an meinem 16. Geburtstag geschworen, niemals 17 zu werden. Ich konnte mir ein Leben ohne sie einfach nicht vorstellen. Ich wollte mir die Pulsadern aufschneiden, mich in der Badewanne ertränken, mich zu Tode trinken und kiffen und mich selbst verhungern lassen. Ich wollte weder den Schmerz spüren, noch die Leere ertragen. Ich schrie meine Freunde an und bat sie gleichzeitig, mich nie zu verlassen. Eine von ihnen hielt ihr Versprechen - Lee. Ich bin froh darüber, sie zu haben. Meine Wut, die ich all die Jahre in mir drin trug, die mich dazu brachte gegen Mülltonnen zu treten und wie eine Irre durch den Wald zu joggen bei -10°C (alter, das ist echt kalt!), ist ein bisschen verebbt. Manchmal bricht sie heraus, dann werd ich zickig und angepisst und meine Freundin weiß damit nicht so recht umzugehen, aber ich weiß - so schnell wie die Wut kommt, so schnell geht sie auch wieder. Ich darf nur nicht ausrasten.

Ich weiß nicht, was in eurem Leben gerade vor sich geht oder was ihr durchmacht. Was euch dazu bewegt, euer Lieblingsessen angewidert von euch zu schieben (in meinem Fall war es immer Lasagne - 600kcal und mehr pro Portion, eine Sünde wie kein anderes Essen und ICH LIEBE ES, wie der Käse auf meiner Zunge zergeht). Aber eines weiß ich - ihr sucht keine Aufmerksamkeit, ihr habt einen Grund. Und ich weiß auch, Vorträge zu halten, das bringt es nicht. Die Entscheidung, etwas dagegen zu tun, muss vom tiefsten Innern eures Herzens kommen. Nicht die Therapie in Röbel hat es geschafft, dass es mir besser geht, sondern diese eine Erkenntnis, dieser eine Moment, ungefähr ein Jahr nach meiner Entlassung. Die Therapie hat mir lediglich die Werkzeuge für meine Selbstheilung in die Hand gegeben.

So und nun genug von dem ganzen Psycho-Gelaber. Haut rein, Leute. Genießt 2016! Lasst euch feiern, jeden Tag in diesem Jahr. Ihr seid es wert!!!

xoxo Nessie

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Das Jahr 2015 - IN BILDERN

Dieses Jahr war dann doch nicht so schlimm wie erwartet! Achtung, die Bilder sind nicht chronologisch. Das war mir dann doch zu viel Arbeit XD
als erstes Ereignis dieses Jahr wurde meine Halbschwester Ronja geboren. Naja, ich bin mal gespannt, was aus der Kleinen wird. Mein Vater wird auch sie enttäuschen, aber da halte ich mich dezent raus. (Anmerkung: Mein Bruder ist auch von ihm weggelaufen, wie ihr euch vllt erinnert!)
Danach, kurz nach meinem 19. Geburtstag, flogen Mum und ich nach London.

Im August war ich in Hamburg auf dem Castival auf der Trabrennbahn. Es war heiß, wir hatten blöderweise nur Tee mit, aber es war geil!

Meinen zweiten Thriller gibt es seit diesem Jahr ebenfalls bei bod.de zu bestellen. Es ist die Fortführung der ersten Geschichte und das Cover hat mich mehr nerven gekostet als der Inhalt. Momentan bin ich bei einem Liebesroman bei, mal sehen ob das was wird!

Am 19.04. sind meine Freundin Sarah und ich zusammengekommen, im August sind wir zusammengezogen. Ich kann gar nicht beschreiben, geschweige denn BEGREIFEN, was für ein Glück ich empfinde. Es ist mit nichts zu vergleichen, wie es sich anfühlt, sich nicht mehr selbst etwas vormachen zu müssen.

Ach ja, im August waren wir auf dem CSD Hamburg und dort trafen wir Olivia Jones (mein Gott, ist die groooooooß!) viel zu viele Menschen, aber doch schön gewesen. 


Seit dem 10.02. begleitet mich mein kleiner (mittlerweile fetter) Kartäuser smoky. Er war ein Findelkind aus dem Tierheim und ist der liebste, schmutzigste Kater aller Zeiten (gut, Nike von Sarah kommt doch schon sehr nahe). Ohne ihn wäre mein Leben nur halb so voll. (Auf dem Bild meinte er mal eben Löcher in die milchpackung zu stechen... Schlauer Kater!)


Insgesamt war es ein gelungenes, schönes Jahr 2015. ich habe mich das komplette Jahr über nicht einmal geritzt oder anderweitig selbstgeschädigt. Ich bin seit Juli konstant bei 46-48kg und bin glücklich und zufrieden mit meinem Leben und wie sich das Jahr so entwickelt hat. 

Ich hoffe, euch ergeht es so ähnlich.

ICH WÜNSCHE EUCH EINEN GUTEN START INS NEUE JAHR UND ALLES GUTE FÜR DIE EWIGKEIT!
xoxo Nessie 

Samstag, 21. November 2015

Lektion #2 aus der Reihe "was das Jahr 2015 mir beigebracht hat"

Freundschaften sind unbezahlbar.

Es gibt Menschen in unserem Leben, von den wir dachten, dass sie uns guttun, dass wir ewig miteinander befreundet bleiben. Sie haben die gleichen Interessen oder Lebensziele, doch plötzlich merkt man - Hey, so cool sind die gar nicht. Und es tut uns nicht einmal weh, sie hinter uns zu lassen.

Und dann gibt es Freunde. Es sind die stillen Menschen, die immer hinter uns stehen, die uns auch mal die unangenehme Wahrheit sagen und uns doch hinterher umarmen. Es sind Freundschaften, die tagelange Kontaktlosigkeit überstehen, die über Bundesländer hinauswachsen und halten und bleiben, solange wir atmen. Diese Freundschaften kann man nicht ohne große Schmerzen wegwerfen. Sie sind wie ein lebenswichtiges Organ, dass wir brauchen. Freunde wie diese, die werden vielleicht ein Leben lang halten und deshalb muss man sie gut pflegen. Egal, wo man mit wem ist.
Für mich ist Lee so ein Mensch <3

XOXO Nessie 

Freitag, 6. November 2015

Lektion #1 aus der Reihe "Was mir das Jahr 2015 beigebracht hat"

Es hört auf. 
Ganz stupide. Egal, was einem bedrückt, es hört irgendwann auf. Egal ob durch einen Menschen, einen Job oder eine kleine textnachricht. Ich habe jahrelang mit der Magersucht, suizidgedanken und Depressionen gekämpft. Mitte diesen Jahres wachte ich eines morgens auf und wusste - es ist vorbei. Von jetzt auf gleich war alles anders. Vielleicht lag es an meiner neuen Beziehung. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht lag es an meiner besten Freundin. Vielleicht aber auch nicht. Lasst euch eins gesagt sein: es hört auf. Natürlich nicht zu 100% von jetzt auf gleich. Und obwohl sich hin und wieder die altbekannten Feinde melden - ich weiß ich kann es schaffen. Und ich weiß, das könnt IHR auch. Haltet nur durch. 
xoxo
 Nessie
Ps: das heißt natürlich nich, dass ich geheilt bin und nie wieder Probleme haben werde. Es heißt lediglich, dass ich jetzt damit zu Leben weiß.

Freitag, 16. Oktober 2015

Ich bin die, die bei dir bleibt - Bedingungslos!

Ihr lieben!

 Am Montag sind Sarah und ich sechs Monate zusammen, ich wohne jetzt offiziell bei ihr, heißt: ich bin auf ihre Wohnung gemeldet, habe meinen Kater mitgenommen und meine Lieblingsbücher stehen auch hier. Jetzt am Wochenende lerne ich ihre Großeltern kennen (Ängste!) naja, das Praktikum ist beendet, das Amt will keine Unterstützung zählen und so habe ich ein anderes Praktikum (in einem Kindergarten) begonnen und werde wieder Kellnern. 
Wir waren zusammen bei Namika und Culcha Candela auf der Hanse Sail ... Ihr kennt sich das Lied "Lieblingsmensch"?
Lustigerweise macht sie die ganze Zeit Anspielungen auf eine Verlobung... Sowas wie "irgendwann schenke ich dir auch einen Ring" oder "würdest du deinen Ring gegen einen anderen tauschen?" Oder auch "ich will nie mehr ohne dich sein". Ich kann das alles zurückgeben, ich liebe sie über alles. Lee vermisse ich ein bisschen, aber wir sehen uns im November wieder, wenn wir Mockingjay gucken 😊

Meine Haare sind wieder kurz, die waren echt hinüber und Tot. Hoffentlich wird es jetzt besser. Ach ja - auf dem Foto waren wir Pilze sammeln ... Weil ich ja auch Pilze so gerne mag XD aber die pilzsuppe, die Sarahs Freundinnen daraus gemacht haben, war durchaus lecker. 

Ach ja. Beim castival in Hamburg waren wir auch! Das war ein Spaß, die Schuhe haben noch zwei Wochen später nach den Pferden der Trabrennbahn gestunken! 😂

Ich versuche, mich jetzt öfter zu melden, kann es aber nicht versprechen. 
Hoffe, es geht euch gut!
xoxo Nessie


Freitag, 7. August 2015

Ich liebe dich nicht nur, weil du bist wie du bist, sondern weil ich bin wie ich bin, wenn ich bei dir bin.

Ihr Lieben!

Zwei Wochen Urlaub hab ich hier bei Sarah genossen. Alltag funktioniert zusammen. Bisschen rumgezickt haben wir beide kurzzeitig, aber das ist okay. Montag war ihr Todestag, aber mit Sarahs Hilfe habe ich den Tag unbeschadet überstanden. Das erste Mal seit 4 Jahren habe ich lediglich abends kurz geweint. Es war einfach nur ein falsches Wort, das mich zum zerbrechen brachte.

Letztes Wochenende waren wir beim CSD Hamburg und ratet mal, wen wir da getroffen haben? OLIVIA JONES!!
Und auf der Fahrt dahin haben wir ein süßes Foto hinbekommen:
Ach und auf dem Rostocker CSD waren wir ja auch!
Fast vier Monate sind wir jetzt zusammen und ab dem 15.08.2015 wohne ich für erstmal zwei Monate bei ihr. Ich mache ein Praktikum hier und wenn alles klappt, bleibe ich danach für so ungefähr drei Jahre XD mein Vater fährt mich her und dann wird er Sarah kennenlernen. Darauf komme ich immer noch nicht klar. Ich bin gespannt, wies wird.
Heute geht's erstmal für eine Woche wieder zu Mama, Sachen packen und allen Tschüss sagen. Lee werde ich definitiv vermissen, aber sonst niemanden so wirklich. Ich bin jetzt bei ca. 49kg oder so und es juckt mich nicht. Es wird besser. Ich bin auf dem Weg, glücklich und frei zu sein. Seit fast acht Monaten clean, und das trotz des 03. August.

xoxo Nessie




Freitag, 19. Juni 2015

Das Schlimme ist ich seh dich jede Nacht in meinen Träumen, um dich an jeden neuen Morgen wieder zu verlieren.

Ihr Lieben!

seit zwei Monaten bin ich nun mit meiner Freundin zusammen und seit sechs Monaten bin ich ohne Ritzen. Seit Anderthalb Jahren sogar ohne Kotzen. Es geht stetig bergauf. Mal mehr, mal weniger. Aber es wird. Es geht voran. Wenn alles gut geht, ziehe ich im August in dieselbe Stadt wie meine Freundin und fange dort in der Nähe eine neue Ausbildung an, die bezahlt wird. Eine Fernbeziehung ist zwar teuer, aber das ist es wert. In meinem Umfeld gibt es Menschen, die meine Liebe zu ihr nicht verstehen und auch nicht verstehen, warum ich alles für sie tun würde. Alles stehen und liegen lassen würde. Allen voran steht mein Vater, der es nicht einmal wagt, ihren Namen auszusprechen. JA PAPA, deine Tochter hat eine Freundin und sie heißt SARAH und nicht "Deine Dingsda!"(ja, das hat er wirklich so gesagt -.-') Meine Mutter geht damit total locker um. Sie kommt sogar mit zum CSD Rostock, am 18.07.2015.


Dann noch etwas Neues: Ein zweites Tattoo prangt seit ca. zwei Wochen an meinem rechten Arm. 

"Keep aiming" und der Pfeil... Das ist schon länger ein Wunsch von mir. Es soll mich daran erinnern, mich immer auf das Ziel zu konzentrieren, niemals aufzugeben und immer das Wichtige im Leben zu sehen. Bis jetzt klappt es ganz gut.


Mein Bauchnabelpiercing durfte ich jetzt auch wechseln und wenn ich nicht gerade Spitze oder Wolle anhabe, trage ich das Piercing, das Sarah mir zu Ostern geschenkt hat. Es hat einen Traumfänger als Anhänger und passt zu meiner momentanen Lieblingskette.


Weniger gut: Ich habe einen Herzklappenfehler! Er ist noch nicht so schlimm wie der meines Vaters, aber schon erkennbar. Teils ist er genetisch veranlagt, teils durch die Magersucht beschleunigt worden. Als man mir vor ein paar Jahren sagte, ich würde damit meinen Organen schädigen habe ich das alles nur abgenickt und nicht für voll genommen, jetzt hab ich den Salat. Aber noch brauche ich keine Medikamente und muss erst in drei bis fünf Jahren wieder zur Untersuchung.

Mein Buch gibt es jetzt als TASCHENBUCHAUSGABE! Ja, gedruckt! Ich selber besitze noch keine Ausgabe (das Geld fehlt vorerst), aber meine Freundin war die Erste, die es bestellt hat.

Und ich habe einen kleinen Musiker unterstützt. Jan Sievers (ich mag ihn schon seit elendig langer Zeit). Nun habe ich ein neues T-Shirt von einem Lied, das sooooo extrem auf mich passt und eine neue Single mit Autogramm und persönlicher Widmung. Smoky hat das Geschenk schon genehmigt und für Gut befunden. Katzenhaare inklusive.


Ich glaube, das war's auch schon wieder. Wellenweise vermisse ich meine beste Freundin immer noch. Gerade letztes Wochenende (war ihr 22. Geburtstag), aber es geht. Es ist okay. Träumen von ihr tut immer noch weh. An sie denken und von ihr sprechen nicht mehr ganz so. Mir fallen mittlerweile so viele schöne Dinge ein, die wir erlebt haben und Sarah ist sehr geduldig, wenn ich von ihr erzähle. Das hilft.

xoxo Nessie



Donnerstag, 7. Mai 2015

Could this be this thing called love?

Ihr Lieben!

in den letzten drei fucking Monaten lief so einiges kreuz und quer. So einiges. Stabilität und Zusammenbrüche reihen sich aneinander und gehen Hand in Hand. Kaum dachte ich, es wäre alles perfekt, kam irgendwas dazwischen. Aber ICH BIN NOCH IMMER CLEAN. 141 Tage sind es heute.
Mein Bruder wohnt wieder bei uns - zuhause bei Paps ging es nicht mehr weiter.
Seit dem 19.04. habe ich eine feste Freundin. Wir kennen uns seit der 7. Klasse und sie meinte, sie sei damals schon in mich verknallt gewesen. Was ein Zufall. Ich habe vor wenigen Tagen versucht, meine Gefühle in Worte zu fassen, doch es musste auf Englisch sein (auf Deutsch hört sich das immer mies an):

"I'm looking in her eyes & can't believe she's choosing me, every day. I'm smiling when she texts me "Good morning" and when she randomly texts me in the middle of the day, just to tell me she's bored. I like it how she drives me crazy with her hazel eyes and her ice-cold fingers. I take her in my arms, shy and nervous. I'm shivering but her smell - oh, I like how she smells. I see how she walks, calmly - and how she laughs - beautiful. I'm feeling her heartbeat when we're cuddling and my heart goes BOOM, BOOM, BOOM. I'm looking after her when the train starts to bring me back home. My heart aches when I'm about to leave. I have scars and monsters hiding in my soul and she knows about it, but she's choosing me, every day. I like how she tells me that I'm beautiful even though my hair's a mess - and how she gets red when I'm telling her the same. I'm feeling her hands around my hips and don't know how to respond. I'm tasting her lips, I'm obsessed with her kisses, and I know I'm lost. She's maybe the one, it feels so strange but wonderful. I'm losing my mind when she's aorund. Didn't know I'm able to feel this way. Could this be this thing called love?"

Ja, okay. Lassen wir das ... es ist einfach schön mit ihr. Was soll ich bloß machen? Meine ganze WELT steht Kopf! Nicht nur negativ. Die Sonne scheint, mir gehts gut, ich schlafe tief und fest durch und werde fast täglich umarmt (ich lechze nach Zuneigung momentan!). Klar, okay, Mein Zimmer ist nicht mehr mein privater Bereich, aber das ist okay ... Vorerst jedenfalls.

Ich versuche jetzt öfter zu schreiben, sonst werden die Texte so elendig lang.

xoxo
Nessie <3

Sonntag, 1. Februar 2015

Am I wrong for thinking out of box from where I stay? Am I wrong for saying that I'll chose another way?

Ihr Lieben!

Fast zwei Monate sind wieder vorbei. Ich dachte daran, euch zu schreiben, aber irgendwie lief alles drunter und drüber. Weihnachten war dieses Jahr längst nicht so schlimm wie sonst. Eigentlich sogar relativ gut. Abgesehen davon, dass mein Vater mir nichts geschenkt hat und auch nicht mit mir geredet hat (lange Geschichte, kurzer Sinn: Ich hab ihn verklagt (Unterhalt), das hat ihn verletzt und deswegen wollte er mich verletzen...) naja, jetzt ist wieder fast alles gut. Vor ein paar Tagen hat die Freundin meines Vaters dann ein Baby bekommen. Ronja Eleonora. Süß die Kleine. Hab sie heute besucht. Nur auf den Arm nehmen durfte ich sie noch nicht (war die letzte Woche krank und so). Zeugnis war sehr gut (Schnitt von 1,8). In wenigen Wochen fahren Mum und ich nach London <3 zu meinem Geburtstag. Und ... und ich glaube, DAS ist die Neuigkeit des Tages ... ich hab mich komplett losgelöst von jeglichen Abnehm-Dingern. Ich esse genügend, habe zugenommen (laut dem Blick in den Spiegel, hab mich seit Wochen nicht mehr gewogen) und fühle mich ... gut. Nicht ängstlich oder paranoid oder hässlich. Was erstaunlich ist. Ich fühle mich wieder wohl. Bald lass ich mir die Haare rosa färben und ein Bauchnabelpiercing stechen (hoffentlich vor London xD) es ist seltsam, ohne Zwangsgedanken herumzulaufen, aber eines abends (nach einem Tag ohne Essen, nur Kaffee und Wasser) war mir schlecht. Ich hab gezittert und wollte nach Hause. Kurz vorher bin ich umgeknickt und kam kaum hoch. Hatte Herzrasen und Schweißausbrüche. Da wurde mir klar - so DARF ich nicht gehen, so WILL ich nicht gehen. Meine Mum dachte, ich sei weg von dem ganzen Scheiß. Also machte ich die Lüge wahr. Es geht mir besser jetzt. ich weiß nicht, wie lange das anhält, aber im Moment scheint es doch länger zu dauern. Ich freue mich irgendwie... (außerdem schlafe ich besser und ich kann besser lernen xD)

xoxo Nessie


das ist Ronja :)

Montag, 22. Dezember 2014

Schrei du weiter, nur weck mich nicht, wenn ich endlich schlaf!

Ihr Lieben!

In zwei Tagen ist Heiligabend. Das fühlt sich unwirklich an. Es regnet und es ist viel zu warm für Ende Dezember. Mit Flo ist es aus. Ich wollte diese Beziehung nicht mehr, er ist nicht das, was ich will. Was ist will... das ist eine FRAU an meiner Seite. Klingt bescheuert oder? Aber die Erkenntnis kam, wenn auch spät. Ich male und schreibe viel in letzter Zeit. Vor allem an einem kleinen Büchlein, so eine Art Tagebuch.

Im Moment bin ich alleine zuhause und rege mich über eine Freundin auf, die echt ZU BLÖD ist, abzusagen. Abgemacht war: Wir treffen uns nach ihrer Fahrstunde. Vielleicht wären wir zu mir gegangen. Fahrstunde war von 10 Uhr bis 11 Uhr. Jetzt ist es 16:11 Uhr. Von 11 bis 13:30 Uhr habe ich ihr geschrieben, weil ich wusste, es könnte sein, dass sie mit ihrer Mutter weggefahren ist. Das war noch nicht sicher. So. Da dachte ich "Gut, sie ist weggefahren, aber WARUM SAGT SIE NICHT BESCHEID?!" Gegen 14 Uhr kam dann endlich eine Antwort. Sie wäre mit ihrer Mutter schwimmen gewesen und sie würden nun einkaufen fahren. Da fragte ich sie, ob sie überhaupt noch kommt. EINE FUCKING STUNDE SPÄTER schrieb sie: "Ma sehen". Sofort schrieb ich ihr, sie solle RECHTZEITIG Bescheid sagen, denn wenn nicht, würde ich eine andere Freundin fragen, weil ich ALLEINE zuhause rumgammel und mir SAULANGWEILIG ist. Fast eine WEITERE STUNDE ... "Sind grad einkaufen" ... Okay, Schätzchen - das heißt?! Keine Reaktion bis jetzt (vor ner halben Stunde gewesen!)  - klemm's dir, ehrlich. Ich warte hier den verfickten ganzen Tag auf eine Freundin, gehe nicht mit zum Einkaufen (okay, auch, weil ich Geschenke eingepackt habe und keine Hose mehr im Schrank habe). Ich warte STUNDEN auf Antworten, die NICHTS sagen und mich nur noch mehr auf 180 bringen. Klitzkleine Anmerkung für euch: Sie weiß, wie leicht reizbar ich bin und auch, dass die Weihnachtszeit für mich Stress pur ist. Sie weiß, dass ich nicht so stabil bin, wie ich aussehe und sie weiß auch, dass ich VERFICKT NOCHMAL mit Langeweile nicht umgehen kann, vor allem nicht, wenn es regnet

Was ich also gerade mache? Musik auf Anschlag, eine Mischung aus Zimmer aufräumen und Bilder malen. Mir das Heulen verkneifen (so erbärmlich bin ich nicht) und den Hunger mit Kaffee wegtrinken (Anmerkung: Kaffee ist nun kalt geworden).

Vielleicht kommt sie ja noch ... möglich wäre es. Ich hoffe es. Und Hoffnung bringt einen um, n'est-ce pas?

xoxo Nessie


Freitag, 19. Dezember 2014

Ich hab alles versucht, meine Energie ist verbraucht. Mehr hol ich nicht aus mir raus.

Ihr Lieben!

die letzten Tage und Wochen waren aufwühlend. Ich wollte schreiben und doch saß ich vor meinem Laptop und habe kein Wort herausbekommen (okay, die erste Woche hatte ich einfach nur kein Internet :D). Mir fehlen zurzeit die Möglichkeiten, Dinge zu beschreiben, die ich noch nicht verstehe, die mir wehtun oder die einen Abschied hervorrufen. Ich hasse Abschiede ... ich kann ja heute Abend noch einmal genaueres schreiben, da bin ich Babysitten, jetzt aber muss ich zur Schule - letzter Schultag, die Lehrer machen natürlich Unterricht!
Okay?
Okay.

Ich liebe euch,
xoxo Nessie